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Mit dem Oberbegriff `!syntaktische Funktion`! (auch: `!grammatische Funktion`! bzw. `!Relation`!) bezeichnet man in der `F33f`_`[Sprachwissenschaft`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sprachwissenschaft]`_`f Kategorien wie `F33f`_`[Subjekt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Subjekt_(Grammatik)]`_`f, `F33f`_`[Objekt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Objekt_(Grammatik)]`_`f, `F33f`_`[Prädikat`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Prädikat_(Grammatik)]`_`f, `F33f`_`[Adverbial`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Adverbial]`_`f und `F33f`_`[Attribut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Attribut_(Grammatik)]`_`f. Dabei werden diese Kategorien je nach `F33f`_`[Sprachtyp`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sprachtypologie]`_`f bzw. `F33f`_`[theoretischem Beschreibungsansatz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Syntaxtheorie]`_`f unterschiedlich definiert. Die grundlegenden `F33f`_`[syntaktischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Syntax]`_`f Funktionen Subjekt und Objekt sind insbesondere für die `F33f`_`[relationale Typologie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Relationale_Typologie]`_`f von Bedeutung. Die syntaktischen Funktionen in `F33f`_`[Nominativsprachen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nominativsprache]`_`f wie dem Deutschen sollen sich z. B. auf `F33f`_`[Ergativsprachen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ergativsprache]`_`f nicht ohne Weiteres anwenden lassen.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]
Syntaktische Funktionen kennzeichnen eine `F33f`_`[Konstituente`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konstituente]`_`f nicht isoliert unabhängig von ihrer syntaktischen Umgebung und auch nicht nur auf Grund ihrer formalen Eigenschaften,`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f] wie etwa Kasusmarkierungen (z. B. Nominativ). Syntaktische Funktionen sind Funktionen, die eine „Konstituente innerhalb ihrer syntaktischen Umgebung hat“`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f] und die zu syntaktischen Relationen der Konstituenten innerhalb der syntaktischen Umgebung untereinander führt. Der Bezugspunkt ist dabei die Einheit `F33f`_`[Satz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Satz_(Grammatik)]`_`f (Subjekt, Objekt usw.) oder davon abgeleiteter Kategorien (Attribut).`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f]
„Syntaktische Funktionen sind unter anderem für `F33f`_`[Kongruenz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kongruenz_(Grammatik)]`_`f, `F33f`_`[Wortstellung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wortstellung]`_`f und Satzbedeutung relevant. Nur Wörter und `F33f`_`[Phrasen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phrase_(Linguistik)]`_`f können eine syntaktische Funktion haben.“`:cite-ref-5[`F5bf`_`[5`#cite-note-5]`_`f]
>>Contents
• `F0af`_`[Abgrenzung Konstituenten – syntaktische Funktionen`#abgrenzung-konstituenten-syntaktische-funktionen]`_`f
• `F0af`_`[Syntaktische Funktionen im Überblick`#syntaktische-funktionen-im-berblick]`_`f
• `F0af`_`[Quellen`#quellen]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Abgrenzung Konstituenten – syntaktische Funktionen
Die Begriffe syntaktische Funktion und `F33f`_`[Konstituent`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konstituente]`_`f sind zu unterscheiden. Derselbe Konstituent kann verschiedene Funktionen wahrnehmen. Dieselbe Funktion kann durch verschiedene Konstituenten ausgedrückt werden.`:cite-ref-6[`F5bf`_`[6`#cite-note-6]`_`f]
• Beispiel: Die Nominalphrase „jeden Tag“ kann verwendet werden
als `F33f`_`[Akkusativobjekt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Akkusativobjekt]`_`f („Ich genieße jeden Tag.“),
als `F33f`_`[Adverbial`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Adverbial]`_`f („Ich genieße wirklich jeden Tag das Frühstück.“) oder
als `F33f`_`[Attribut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Attribut_(Grammatik)]`_`f („Das Frühstück jeden Tag genieße ich wirklich.“)`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f]
• Beispiel: Ein Akkusativobjekt kann ausgedrückt werden durch
eine Nominalphrase („Arno verspricht eine pünktliche Bezahlung.“),
einen infiniten Satz („Arno verspricht, pünktlich zu zahlen.“) oder durch
einen Subjunktionalsatz („Arno verspricht, dass er pünktlich zahlt.“).`:cite-ref-8[`F5bf`_`[8`#cite-note-8]`_`f]
>>Syntaktische Funktionen im Überblick
Als die grundlegenden syntaktischen Funktionen gelten in der traditionellen Grammatik des Deutschen:`:cite-ref-9[`F5bf`_`[9`#cite-note-9]`_`f]
• `F33f`_`[Subjekt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Subjekt_(Grammatik)]`_`f
• `F33f`_`[Prädikat`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Prädikat_(Grammatik)]`_`f
• `F33f`_`[Objekt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Objekt_(Grammatik)]`_`f
• `F33f`_`[Adverbial`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Adverbial]`_`f
• `F33f`_`[Attribut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Attribut_(Grammatik)]`_`f
Hinzugenommen werden können einige Sonderfälle, die im Deutschen keine eigenständige grammatische Form haben (aber dies in anderen Sprachen haben können) wie `F33f`_`[Vokativ`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vokativ]`_`f oder `F33f`_`[Topik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Topik_(Linguistik)]`_`f, und Fälle, wo schwer zwischen Adverbialen und Nicht-Adverbialen abgegrenzt werden kann, etwa beim `F33f`_`[Instrumental`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Instrumentalis]`_`f oder dem `F33f`_`[freien Dativ`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dativ]`_`f.`:cite-ref-10[`F5bf`_`[10`#cite-note-10]`_`f]
>>Quellen
• `F33f`_`[Hadumod Bußmann`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hadumod_Bußmann]`_`f (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: `*Lexikon der Sprachwissenschaft.`* 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, (`*Syntaktische Funktion`*).
>>Weblinks
Wiktionary: syntaktische Funktion
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: grammatische Funktion
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Hadumod Bußmann (Hrsg.): `*Lexikon der Sprachwissenschaft.`* 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (`*Syntaktische Funktion`*).
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 153.
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 153.
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f Helmut Glück (Hrsg.): `*Metzler Lexikon Sprache.`* 4. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, `*Funktion`*: „z. B. ein Ausdruck wie ‚Attributivsatz‘ [ist] eine Funktion des kategorialen Konzepts ‚Attribut‘ und des strukturellen Konzepts ‚Nebensatz‘.“
`:cite-note-5`!5.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-5]`_`f Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 356.
`:cite-note-6`!6.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-6]`_`f Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 153.
`:cite-note-7`!7.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-7]`_`f Nach Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 153.
`:cite-note-8`!8.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-8]`_`f Nach Meibauer: `*Einführung in die germanistische Linguistik.`* 2. Auflage. 2007, S. 153.
`:cite-note-9`!9.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-9]`_`f `F33f`_`[Christa Dürscheid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Christa_Dürscheid]`_`f: `*Syntax. Grundlagen und Theorien.`* 5. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010 (UTB, 3319), ISBN 978-3-8252-3319-8, S. 44.
`:cite-note-10`!10.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-10]`_`f Christa Dürscheid: `*Syntax. Grundlagen und Theorien.`* 5. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010 (UTB, 3319), ISBN 978-3-8252-3319-8, S. 41 f., 44 f.
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